|  |  |  | Die Geschichte des MediaPark Köln |  |  |
|  |
|---|
| Vom Güterbahnhof zum Medienstandort |  | Wohnen, Arbeiten, Entspannen - in einem öffentlichen Park, mitten in Köln. Mit dieser Vision erwarb die MediaPark Köln Entwicklungsgesellschaft mbH 1989 von der Stadt Köln den ehemaligen Güterbahnhof Gereon. Ein Jahrzehnt später ist auf dem Gelände in unmittelbarer Citynähe der MediaPark Köln entstanden. 250 Unternehmen und Bildungsträger aus der Musik-, Kultur- und Kommunikationsbranche mit ca. 5.000 Beschäftigten haben sich hier angesiedelt. Es gibt ein Kino, ein Hotel, Shops, Gastronomie und 250 Wohnungen - eingebettet in eine grüne und wasserreiche Parklandschaft.
Der Weg von der Vision zur Realität war wechselhaft:
Ein Streifzug durch die Geschichte des MediaPark.
Anfang der 80er Jahre gehen in Köln Tausende Arbeitsplätze verloren. Vor allem Maschinenbau und Chemieindustrie leiden unter drastischen Einbrüchen. Die Stadt sucht mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen nach neuen Standbeinen. Schnell ist klar: Medien- und technologieorientierte Unternehmen sind der wirtschaftliche Motor der Zukunft. In dieser Situation bietet die Deutsche Bundesbahn das Gelände des Gereon-Güterbahnhofs zum Verkauf an - ein 200.000 Quadratmeter großes Grundstück in bester innerstädtischer Lage. Als der Stadtrat im Dezember 1985 sein Konzept zum Ausbau der Medienstadt Köln beschließt, ist der spätere MediaPark auf dem Gereon-Gelände bereits fester Bestandteil der Strategie. Dabei ist die Idee der Schaffung eines themenbezogenen Stadtteils neu.
Gutachten bestätigen, daß das Gereon-Grundstück ein idealer Standort für Unternehmen aus Medien- und Kommunikationswirtschaft sei und auch Träger von Aus- und Weiterbildung sowie Forschung und Entwicklung beste Voraussetzungen fänden. Am 11.5.1986 entscheidet der Rat der Stadt Köln, den MediaPark zu bauen. Die MediaPark Köln Entwicklungsgesellschaft mbH, an die das Gelände 1989 veräußert wurde, wird die Umsetzung des gesamten Projektes realisieren. Anteilseigner der Gesellschaft sind die Stadt Köln, das Land Nordrhein-Westfalen und ein privater Investor.
Im Februar 1987 schreibt die Stadt Köln einen städtebaulichen Ideenwettbewerb aus. Gesucht wird ein räumliches Konzept für den MediaPark, das die vorhandenen Nutzungsvorstellungen - Grünflächen, Bürogebäude, Wohnhäuser und Infrastruktur - umsetzt. Im April 1988 entscheidet sich der Stadtrat aus über 100 Architektenentwürfen für den Vorschlag von Prof. Eberhard Zeidler aus Toronto. Kern seiner Idee ist die sternförmige Anlage von Gebäuden um einen zentralen Platz. Dieses Konzept schreibt die Stadt im Bebauungsplan fest. Ein inhaltliches Nutzungskonzept sieht die Entstehung eines Zentrums der Medien- und Kommunikationswirtschaft vor. Ferner sollen Unternehmungen und Institutionen aus dem Bereich Multimedia, der Aus- und Weiterbildung sowie Kunst, Kultur und Musik entwickelt und angesiedelt werden.
Die MediaPark Köln Entwicklungsgesellschaft beginnt nun mit dem Verkauf der insgesamt 13 Einzelgrundstücke im MediaPark. Bereits im November 1989 ist der erste Vertrag perfekt. Weitere Abschlüsse folgen.
 |
 |
 |
 |
| MediaPark Köln 1992, Foto: AVIA Luftbild, Aachen |
 |
Während die Vermarktung der Grundstücke im vollen Gange ist, erschließt die MPK zwischen 1990 und 1992 den MediaPark in eigener Regie. Zentralplatz, See, Brücke, Grünufer sowie Tunnel mit unterirdischer Ringstraße und Zentrale Tiefgarage entstehen. Als erstes Gebäude eröffnet das Multiplex-Kino Cinedom der Constantin Kinobetriebe GmbH mit 14 Sälen im Dezember 1991. Im Juni 1992 geht das GEW-Umspannwerk mit dem dreizackigen Freiluft-Hologramm in Betrieb. Rund 16 Monate später können die ersten Mieter die Gebäude am Grünufer beziehen - die von der Axa-Colonia Immobilien AG errichtete "Wohnschlange". Im März 1994 wird das Gebäude eines privaten Investors mit dem Großmieter AGFA, den Radiosendern Eins Live und Radio Köln sowie dem GEW-Kundenzentrum eingeweiht.
 |
 |  |
 |
 |
| MediaPark Köln 1994, Foto: AVIA Luftbild, Aachen |
 |
Eine allgemeine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geht einher mit einem Absacken der Immobilienmärkte. Die Investitionsbereitschaft sinkt und ferner führen Sonderabschreibungsmöglichkeiten in Ostdeutschland Mitte der 90er Jahre dazu, daß einige Investoren ihren baulichen Verpflichtungen nicht nachkommen. Der MediaPark gerät in eine Phase der Stagnation.
 |
 |
 |
 |
| MediaPark Köln 1998, Foto: AVIA Luftbild, Aachen |
 |
Mit der Übergabe des KOMED-Hauses Ende 1996 geht es wieder voran. Das Kommunikations- und Medienzentrum KOMED als Dach gemeinnütziger Bildungseinrichtungen, der M 7 Verlag, Buchhandlung und Kiosk und die SK Stiftung Kultur der Stadtsparkasse Köln beleben den MediaPark erneut. Auch die Victoria-Versicherung beginnt jetzt mit dem Bau ihres Gebäudes, das im Sommer 1999 u.a. von den Mietern Kölner Literaturhaus e.V. und der Bertelsmann Medienakademie bezogen wird. Die Arbeiten am Jolly-Hotel im MediaPark werden von einem neuen Investor wieder aufgenommen. Auch die anderen Baulücken schließen sich: An der Maybachstraße entsteht 1999 ein Wohn- und Bürogebäude und direkt neben dem Cinedom wird im Frühjahr 2000 der MusicTower eingeweiht. Auf dem Nachbargrundstück an der Maybachstraße beginnen die Bauarbeiten zur MediaPark Klinik. Im August 2000 eröffnet das Jolly-Hotel im MediaPark; das benachbarte Bürogebäude wird noch im Herbst 2000 von EMI Electrola und der RTL-Journalistenschule bezogen. Im September 2001 wird das neue Wahrzeichen des MediaPark eingeweiht: der 148 Meter hohe KölnTurm mit der von Jean Nouvel konzipierten Fassade - das Kölner Stadtpanorama mit Dom widerspiegelnd. Im November schließlich eröffnet die auf Telemedizin spezialisierte MediaPark Klinik mit Apotheke und Sanitätshaus. Das letzte freie Grundstück im MediaPark ist Ende 1999 an eine Kölner Investorengruppe verkauft worden. Im Frühjahr 2004 wurde mit dem „Forum im MediaPark“ auch das letzte Gebäude des Gesamtensembles fertiggestellt.
 |
 |  |
 |
 |
| MediaPark Köln 2001, Foto: AVIA Luftbild, Aachen |
 |
Der MediaPark hat die nötigen Impulse gegeben, damit sich in den vergangenen 10 Jahren Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen der Medienbranche und der Kultur in Köln niederlassen konnten; viele von ihnen im MediaPark. 250 Unternehmen mit circa 5.000 Beschäftigten gibt es hier, darunter Branchenführer ebenso wie viele Kleine, die den kompletten Service für alle Bereiche der Musik- und Medienproduktion bieten.
Die Vision ist Realität geworden! |
|
| |
|
|  | |  |