Im MediaPark 8a

Die Einzelgebäude stehen in verdrehten Winkeln, der Baulinie folgend „auf Lücke“ zueinander; dadurch entsteht ein Spannungsfeld und Dialog der zu einem Gebäudeensemble gruppierten Gebäudevolumen erzeugt.

Zwischen den Häusern entsteht eine polygonale, durch die Verschiebung der Höhenproportionen und der extrem engen Abstände der Einzelgebäude zueinander eine spannungsreiche Innenzone, die einheitlich mit einer Oberflächentextur „überzogen“ ist.

Die scharf umrissene, geometrisch klare Kubatur und die mit Serigraphien gearbeiteten Platzfassaden aller Einzelbaukörper fügen den Baublock zu einer Einheit zusammen und stellen den Dialog der Baumassen untereinander her.

Das Gesamtprojekt des Turmensembles im MediaPark wurde ursprünglich von einem Bauherrn entwickelt, später jedoch wurden Teile des Baublocks mit zwei verschiedenen Bauherren weiterentwickelt.

Obwohl durch die vorgenannte Konstellation die Gebäude von unterschiedlichen Architekturbüros bearbeitet wurden, sollte das ursprüngliche Konzept des Gesamtensembles erhalten bleiben. Die Hauptaufgabe beim Entwurf des Gebäudes 8a bestand daher in der Integration in das Gesamtensemble mit Hotel und Turm. Neben der Erhaltung der einfachen Gebäudekuben wurde als übergreifendes Gestaltungsthema eine möglichst flächige Fassadengestaltung mit Glas und grauen Metallpaneelen festgelegt.

Durch die unterschiedliche Interpretation dieser Gestaltungsvorgaben durch die beiden Architekturbüros entstand so in den Fassaden des gesamten Blocks eine Nuancierung der Metallpanelfarben und Glaselemente. Gebäude 8a ist, abgesehen von der platzseitigen Ganzglasfassade, mit einer graumetallic pulverlackierten Blechkassette verkleidet. Die Fassadenöffnungen sind über zwei Drittel der Öffnungsbreite mit einer flächenbündig zur Außenhülle montierten Verglasung versehen, um zum einen die klare Geometrie des Baukörpers zu betonen und zum anderen auch in den oberen Geschossen bei großen Windgeschwindigkeiten ungestört lüften zu können.

Die der Platzfläche zugewandten Ganzglasfassaden sind mit einer Serigraphie bedruckt. Ähnlich einem Filmstreifen, der unsauber transportiert wird, sind Ausschnitte des Stadtbildes von Köln mit darüber liegenden Wolkenmotiven je Geschoß „versetzt“ angeordnet. Durch die einzelnen Sequenzen, wie eine Momentaufnahme bzw. als Sehausschnitte, soll die Höhenentwicklung der Gebäude unterstrichen werden.